KI-Arbeitsprofil
Ein Interview in zehn Phasen, das am Ende eine Datei ausgibt: die Arbeitsanweisung für ein Sprachmodell. Direkt hier benutzbar.
STRUKTURIERUNG · CONTENT DESIGN · KI-GESTÜTZTE PROZESSE · BARRIEREFREIHEIT
Ausgangslage. Wer ein Sprachmodell für die eigene Arbeit einrichtet, beschreibt dabei immer wieder dasselbe: Rolle, Vorwissen, Quellen, Tonfall, Grenzen. Das passiert meist beiläufig, mitten in der Aufgabe, und ist beim nächsten Gespräch wieder weg.
Problem. Ein Modell hat kein Gedächtnis für Arbeitszusammenhänge. Was nicht im Kontext steht, ersetzt es durch Allgemeines – und genau daraus entstehen erfundene Quellen, falscher Ton und Antworten für die falsche Zielgruppe. Die Information existiert, sie ist nur nirgends festgehalten.
Ziel. Ein Interview, das diese Angaben einmal vollständig einsammelt und als Datei ausgibt. Damit ist es kein Gespräch mehr, sondern ein Dokument – versionierbar, prüfbar, wiederverwendbar.
Zielgruppe und Nutzungskontext. Menschen, die KI beruflich einsetzen und merken, dass sie sich wiederholen. Vorwissen über Sprachmodelle ist nicht nötig; die Fragen sind so gestellt, dass sie sich aus der eigenen Arbeit beantworten lassen.
Konzept. Zehn Phasen in fester Reihenfolge, vom Arbeitsziel bis zum Pflegeprozess. Die Reihenfolge ist der eigentliche Inhalt: Ohne geklärtes Ziel ist jede Angabe zu Tonfall und Format beliebig, und ohne Quellenrangfolge nützt der beste Prüfschritt nichts. Jede Phase stellt drei bis fünf Fragen und erklärt in einem Satz, worum es geht – mehr nicht, die Fragen tragen sich selbst.
Umsetzung. Das Formular steht vollständig im ausgelieferten HTML. Ohne JavaScript sind alle zehn Phasen untereinander sichtbar, ausfüllbar und ausdruckbar; JavaScript blendet daraus den Schritt-für-Schritt-Modus, speichert Zwischenstände und setzt am Ende die Datei zusammen. Diese Reihenfolge ist Absicht: Der Fragenkatalog ist das Werkzeug, die Bedienung ist die Zugabe.
Die Antworten liegen ausschließlich im Speicher des Browsers. Es gibt keinen Endpunkt, an den etwas gesendet wird – nachprüfbar im Netzwerk-Tab, wie bei allem anderen auf dieser Seite auch.
Bewusste Entscheidungen. Der Prototyp arbeitete mit einer zweiten Akzentfarbe, geladenen Webfonts und Emojis als Schaltflächen. Alles drei ist hier ersetzt, nicht aus Geschmack: Externe Schriften hätten die Seite datenschutzrechtlich verändert, eine zweite Akzentfarbe hätte die Farbregel gebrochen, und Emoji-Schaltflächen brauchen für Screenreader ohnehin einen Textnamen. Ausgewählte Antworten sind zusätzlich mit einem Häkchen markiert, damit die Auswahl nicht allein an der Farbe hängt.
Learnings. Die aufwendigste Stelle war nicht die Technik, sondern das Weglassen. Der Prototyp erklärte unter jeder Phase, warum sie existiert und aus welchem Kapitel eines Leitfadens sie stammt. Das half beim Bauen und stört beim Benutzen. Geblieben ist ein Satz pro Phase.
WERKZEUG · 10 PHASEN · 40 FRAGEN
KI-Arbeitsprofil erstellen
Zehn Phasen, am Ende eine Datei, die sich als System-Prompt oder Projektanweisung einsetzen lässt. Die Antworten bleiben auf diesem Gerät – sie werden im Browser gespeichert und an keinen Server gesendet.
Phase 1 von 10
Profil erzeugen
Das fertige Profil wird im Browser aus Ihren Antworten zusammengesetzt. Dafür ist JavaScript nötig. Ohne JavaScript lässt sich das Formular vollständig ausfüllen und ausdrucken – die Fragen und ihre Reihenfolge sind der eigentliche Inhalt.