NAVIGATION

ANSICHT + BARRIEREFREIHEIT

CASE 12 · TYP: E-LEARNING · ROLLE: KONZEPT, MODULSCHNITT, DIDAKTIK · STATUS: ABGESCHLOSSEN · STAND: 2023

Maschineneinweisung in Varianten

Ein allgemeiner Teil, der für jede Maschine gilt, und je ein maschinenspezifischer daneben – Gleichteil und Variante, angewandt auf Schulungsinhalte.

VARIANTENMANAGEMENT · MODULARISIERUNG · INSTRUCTIONAL DESIGN · TECHNISCHE KOMMUNIKATION · STRUKTURIERUNG

ABBILDUNGEN

Diese Arbeit ist für einen Kunden meines Arbeitgebers entstanden. Inhalte und Nutzungsrechte liegen dort, deshalb zeigt diese Seite keine Originaldateien, keine Screenshots und keinen Kundennamen. Was hier steht, ist die Struktur der Arbeit – anonymisiert, und die Zeichnungen dafür neu angefertigt.

Ausgangslage

Ein Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen braucht für mehrere Maschinentypen je eine Einweisung. Vieles gilt für alle, manches nur für eine. Aus Rücksicht auf den Kunden bleibt das Projekt hier ohne Namen, ohne Branche und ohne Maschinenbezeichnungen.

Problem

Der bequeme Weg ist, je Maschine eine vollständige Schulung zu bauen. Sie liest sich gut und altert schlecht: Jede Änderung an einer gemeinsamen Regel muss in jeder Fassung nachgezogen werden, und beim zweiten oder dritten Mal wird eine vergessen. Der andere bequeme Weg – eine Schulung für alles – zwingt Teilnehmende durch Inhalte zu einer Maschine, die sie nie bedienen.

Ziel

Eine Struktur, in der Gemeinsames genau einmal existiert und Unterschiede genau dort stehen, wo sie gelten.

Zielgruppe und Nutzungskontext

Bedienpersonal, das eine bestimmte Maschine übernimmt – das Gerät, an dem es morgen steht.

Konzept

Die Einweisung ist in zwei Ebenen geschnitten. Der allgemeine Teil trägt, was für alle Maschinen gilt, und existiert überall als dieselbe Einheit. Der maschinenspezifische Teil trägt ausschließlich das, was sich unterscheidet.

Der Zuschnitt ist damit dieselbe Frage, die im Maschinenbau über Gleichteile und Varianten entscheidet – nur auf Lerninhalte angewandt: Was ist wirklich gemeinsam, und was sieht nur gemeinsam aus? Die Antwort darauf ist die ganze Arbeit, und sie fällt vor dem Schreiben.

Prozess

Zuerst die Trennlinie, dann die Inhalte. Zu jeder Aussage gehörte die Prüfung, ob sie unverändert für alle Maschinen gilt – bei Zweifel gehört sie in den spezifischen Teil, nicht in den gemeinsamen. Ein zu groß geschnittener Gleichteil ist teurer als ein zu kleiner: Er erzeugt Aussagen, die für eine der Maschinen falsch sind.

Ergebnis

Eine Einweisung je Maschine, mit einem gemeinsamen Teil, den eine Änderung nur einmal trifft.

Learnings

Die Aufteilung in Gemeinsames und Spezifisches zahlt sich beim ersten Update aus: Eine geänderte Regel wird an einer Stelle gepflegt und erreicht jede Maschine. Schwierig ist dabei weniger der Schnitt als die Disziplin dahinter – im Zweifel gehört eine Aussage in den spezifischen Teil, denn ein zu großzügig geschnittener gemeinsamer Teil verbreitet seine Fehler auf alle Varianten gleichzeitig.

Ansicht anpassen

Schriftgröße
Farbmodus
Kontrast
Farben
Bewegung

Ihre Auswahl wird nur auf diesem Gerät gespeichert. Mehr dazu:Barrierefreiheit.