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CASE 14 · TYP: E-LEARNING · ROLLE: KONZEPT, DIDAKTIK, UMSETZUNG · STATUS: ABGESCHLOSSEN · STAND: 2023

Betriebliche Pflichtunterweisungen

Wiederkehrende Pflichtunterweisungen für einen Industriebetrieb: allgemeingültige Themen und daneben eines, das genau die Gefährdung dieses Betriebs behandelt.

SICHERHEITSINHALTE · INSTRUCTIONAL DESIGN · TECHNISCHE KOMMUNIKATION · DIDAKTISCHE REDUKTION · WISSENSVERMITTLUNG

ABBILDUNGEN

Diese Arbeit ist für einen Kunden meines Arbeitgebers entstanden. Inhalte und Nutzungsrechte liegen dort, deshalb zeigt diese Seite keine Originaldateien, keine Screenshots und keinen Kundennamen. Was hier steht, ist die Struktur der Arbeit – anonymisiert, und die Zeichnungen dafür neu angefertigt.

Ausgangslage

Pflichtunterweisungen sind das ungeliebteste Format der betrieblichen Weiterbildung: gesetzlich gefordert, jährlich zu wiederholen, von allen zu absolvieren. Aus Rücksicht auf den Kunden bleibt das Projekt hier ohne Namen und ohne Branche.

Problem

Eine Unterweisung, die nur den Nachweis erzeugt, unterweist niemanden. Das Format lädt dazu ein: Wer sie absolvieren muss, klickt sie durch; wer sie beauftragt, braucht die Bestätigung. Beide Seiten sind bedient, und die Gefährdung im Betrieb ist unverändert.

Ziel

Unterweisungen, die auch beim zweiten und dritten Durchlauf noch etwas zu sagen haben – und die den Betrieb meinen, in dem sie stattfinden.

Zielgruppe und Nutzungskontext

Die gesamte Belegschaft eines Industriebetriebs, quer über alle Funktionen, jährlich wiederkehrend.

Konzept

Die Unterweisungen sind von zweierlei Art. Ein Teil behandelt, was in jedem Betrieb gilt – die Themen, die der Gesetzgeber ohnehin vorschreibt. Daneben steht eine, die sich der Gefährdung widmet, die diesen Betrieb kennzeichnet: kein Standardthema, sondern das, womit hier täglich gearbeitet wird.

Diese eine trägt die übrigen. Eine allgemeine Sicherheitsunterweisung kann jeder Anbieter liefern, und genau so wird sie gelesen. Steht daneben ein Modul, das die eigene Anlage und die eigene Gefahr behandelt, verschiebt sich die Wahrnehmung der ganzen Reihe: Es ist erkennbar für diesen Betrieb gemacht, also gilt auch der Rest ihm.

Prozess

Der allgemeine Teil folgt den Pflichtthemen; die Arbeit lag im betriebsspezifischen Modul, das ohne Kenntnis der konkreten Abläufe nicht zu schreiben ist. Es ist zugleich das einzige Modul, das nur hier passt – und das die Reihe von einer Standardlieferung abhebt.

Ergebnis

Eine jährlich wiederkehrende Reihe, in der ein erheblicher Teil des Umfangs auf den Betrieb selbst entfällt.

Learnings

Eine Pflichtunterweisung gewinnt ihre Glaubwürdigkeit über den Bezug, und bessere Erklärungen allein schaffen das nie: Erst das Modul zur eigenen Anlage macht deutlich, dass die Reihe diesen Betrieb meint. Ausgerechnet dieser Teil ist zugleich der einzige, der sich nirgends wiederverwenden lässt – der Aufwand, der sich schlecht skalieren lässt, ist hier der, auf den es ankommt.

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